Kommunale Jobcenter tragen täglich Verantwortung für Tausende von Menschen: bei der Sicherung des Lebensunterhalts, der Integration in den Arbeitsmarkt, der Unterstützung in schwierigen Lebenslagen. Gleichzeitig arbeiten sie unter wachsendem Druck – mehr Fälle, weniger Personal, höhere Erwartungen. Lösungen, die gestern noch gereicht haben, stoßen heute an ihre Grenzen. Genau hier setzt KI_Hub Kommunal an.
Ein Projekt, das gemeinsam denkt.
Wir sind ein Leuchtturmprojekt im Förderprogramm „Starke Heimat Hessen" des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation. Vor allem aber sind wir eine Gemeinschaft: 15 kommunale Jobcenter in Hessen haben sich zusammengeschlossen, um Künstliche Intelligenz nicht bloß auszuprobieren, sondern strukturiert, sicher und gemeinsam in den Verwaltungsalltag zu bringen. Unter der Federführung des Kreises Bergstraße (Neue Wege) und der Gesamtkoordination der K4K eG bündeln wir die Erfahrung und den Gestaltungswillen von 15 Organisationen zu Ergebnissen, von denen alle profitieren.
Was uns von anderen Digitalisierungsprojekten unterscheidet.
Wir starten nicht mit Technologie – wir starten mit der Wirklichkeit. Zuerst schauen wir genau hin: Wo entstehen echte Engpässe? Was kostet die meiste Zeit? Welche Aufgaben lassen sich durch KI sinnvoll unterstützen – ohne den menschlichen Kern der Arbeit zu ersetzen? Erst auf dieser Grundlage entwickeln, erproben und schulen wir.
Unser Prinzip lautet: Verstehen. Entwickeln. Befähigen. Weitergeben. Von der KI-Potenzialanalyse über ein geschütztes KI-Reallabor bis zu einem flächendeckenden Qualifizierungsangebot – jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. So entstehen keine Einzellösungen auf dem Papier, sondern Blaupausen, die in der Praxis funktionieren.
Wer profitiert davon?
Mitarbeitende, die entlastet werden und sicherer im Umgang mit neuen Technologien werden. Bürgerinnen und Bürger, die schneller und bürgernäher betreut werden. Und Kommunen, die den digitalen Wandel aktiv mitgestalten – statt von ihm überholt zu werden.
Die im Projekt entwickelten Lösungen und Erkenntnisse werden über bestehende Netzwerke wie den Hessischen Landkreistag und den KI-Kompass für alle Kommunen zugänglich gemacht. Was wir gemeinsam lernen, gehört allen.





Der KI_Hub Kommunal ist in sechs Arbeitspakete gegliedert, die inhaltlich aufeinander aufbauen und eng miteinander verzahnt sind. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf – und alle zusammen folgen einer klaren Logik: Verstehen. Entwickeln. Befähigen. Weitergeben.
Den Ausgangspunkt bildet Arbeitspaket 1, die KI-Potenzialanalyse: Um zu verstehen, wo KI im kommunalen Arbeitsalltag wirklich ansetzen kann, haben wir zunächst genau hingeschaut. Wir haben Kernprozesse analysiert, Schmerzpunkte in den Abläufen identifiziert und Mitarbeitende in Interviews und Workshops direkt befragt, ergänzt durch eine projektweite Online-Umfrage. So entstand ein realistisches Bild davon, wo KI entlasten kann.
Die Ergebnisse fließen direkt in die nächsten Schritte: als konkrete Testfälle ins KI-Reallabor und als Grundlage für die KI-Prototypenentwicklung in Arbeitspaket 2 sowie als inhaltliche Basis für die Schulungsformate in Arbeitspaket 3.
Im Arbeitspaket 2 wird erprobt und entwickelt: Im KI-Reallabor testen wir ausgewählte KI-Anwendungen unter realen Bedingungen: in einem geschützten Rahmen, der Ausprobieren ohne Risiko für den laufenden Betrieb ermöglicht. Parallel dazu entsteht in der KI-Prototypenentwicklung ein erstes funktionsfähiges KI-Werkzeug für den direkten Einsatz in der kommunalen Praxis. Was in diesem Arbeitspaket gelernt wird, liefert direkt die Inhalte für den nächsten Schritt.
Arbeitspaket 3, Schulung und Kompetenzaufbau, stellt sicher, dass dieses Wissen in den Organisationen ankommt. Die KI-Aufbauschulungen und Microlearning-Formate greifen reale Anwendungsfälle aus dem Reallabor auf, so lernen Mitarbeitende nicht abstrakt, sondern anhand von Situationen, die sie kennen. Mit flächendeckenden Grundlagenschulungen erhalten alle Mitarbeitenden eine praxisnahe Einführung in KI. Zusätzlich bilden wir in jedem Jobcenter KI-Multiplikator:innen aus, Kolleg:innen, die tiefer einsteigen und ihr Wissen als interne Ansprechpersonen dauerhaft im eigenen Haus weitergeben.
Den Abschluss bilden die Arbeitspakete 4 - 6, die das Fundament des gesamten Projekts tragen. Im Ergebnistransfer (AP 4) werden entwickelte Lösungen und Erkenntnisse für alle Kommunen zugänglich gemacht. AP 5 misst kontinuierlich, was funktioniert und was weiterentwickelt werden sollte. Und AP 6, das Projektmanagement, sorgt dafür, dass alle Partnerorganisationen wirklich an einem Strang ziehen.Das Besondere: Kein Schritt steht für sich. Alles greift ineinander.